Mercedes-Benz W460
- „die G-Klasse” (seit 1979)
30 Jahre Mercedes-Benz G-Klasse.
Durch kontinuierliche Modellpflege hielt die G-Klasse mit dem technologischen Fortschritt Schritt und verfügt heute über das leistungsfähigste Antriebssystem. Durch die Kombination des permanenten Allradantriebs mit dem elektronisch gesteuerten Traktions-System 4ETS, ESP®, „Low-Range“-Untersetzung und drei zuschaltbaren Differenzialsperren ist die G-Klasse im Gelände allen Herausforderungen gewachsen und bietet auch auf der Straße Mercedes-typische Fahrsicherheit.
Die Geschichte beginnt 1972
Ziel des Abkommens war die Entwicklung eines leichten Geländefahrzeugs mit Vierradantrieb für den privaten Nutzer. Diese Marktchance hatte die Stuttgarter Automarke bislang nicht genutzt, denn seinerzeit fanden solche Automobile bei weitem nicht die große Zahl von Interessenten wie heute. Doch obwohl die Absatzprognosen unsicher waren, entschlossen sich die beiden Unternehmen zu diesem mutigen Schritt und begannen mit der Planung der künftigen G-Klasse.
Das Konzept, auf das sich die beiden Partner einigten, unterschied sich deutlich von dem anderer Allradfahrzeuge jener Zeit. Entgegen dem damaligen Trend wollte man weder einen spartanischen „Nur-Geländewagen“ noch einen Allrad-Personenwagen für den Straßeneinsatz herstellen. Stattdessen konzipierten die Produktplaner, Designer und Ingenieure nach sorgfältiger Abwägung verschiedener Alternativen ein Fahrzeug, das mit bis dato beispiellosen Eigenschaften glänzen sollte: Zum einen forderten sie Zuverlässigkeit, Robustheit und nahezu uneingeschränkte Geländegängigkeit auch in schwerstem Terrain, um sich im harten Alltagseinsatz bei Industrie, Kommunen und Militär durchzusetzen. Zum anderen sollte ein vollwertiges, komfortables und vor allem sicheres Straßenfahrzeug für den Personen- und Lastentransport entstehen, das auch als exklusives Automobil für die Freizeit seine Käufer findet.
Von Anfang an wurde die G-Klasse für Einsätze im schwersten Gelände konzipiert. Deshalb gab es auf technischem Gebiet keine Kompromisse. Da der künftige Geländewagen seinem Namen alle Ehre erweisen und wirklich auch unter schwierigsten Bedingungen seinen Weg finden sollte, entschied man sich konsequent für aufwändige Differenzialsperren mit 100-prozentiger Wirkung, statt der einfacheren Sperrdifferenziale wie sie in anderen Geländewagen üblich waren. Als weitere Besonderheit sah die Konzeption ein vollsynchronisiertes Verteilergetriebe vor, das jederzeit während der Fahrt zugeschaltet werden kann. Ebenso sollte der Vorderradantrieb auch im Straßengang aktiviert werden können -- ein unschätzbarer Vorteil bei Schnee und Eis.
Die stabile Basis bildet ein Kastenrahmen aus geschlossenen Längsprofilen und Quertraversen, die eine außergewöhnliche Biege- und Verwindungssteifigkeit garantieren. Der Rahmen trägt robuste Starrachsen mit großen Schraubenfedern und langen Federwegen, die fürs Gelände vorteilhaft sind. Mit einem Steigvermögen von bis zu 80 Prozent, einer Fahrstabilität bis 54 Prozent Schräglage, 21 Zentimetern Bodenfreiheit und Böschungswinkeln von 36 (vorn) bzw. 27 Grad (hinten) bezwingt die G-Klasse souverän schwierigste Offroad-Passagen. Gleichzeitig bietet das Fahrwerk ein sicheres und komfortables Fahrverhalten auf der Straße.
An diesem bewährten technischen Basiskonzept hat sich bis heute nichts geändert. Gleichwohl haben die Ingenieure den Mercedes-Geländewagen seit 1979 kontinuierlich in Technik und Ausstattung aufgewertet. Bereits 1981 waren Automatikgetriebe und Klimaanlage lieferbar; seit 1990 ist die G-Klasse serienmäßig mit permanentem Allradantrieb, Differenzialsperren an Vorder- und Hinterachse sowie einem 100-pro-zentig sperrbaren Mitteldifferenzial ausgerüstet. Seit 2001 verfügt die G-Klasse zusätzlich über ESP®, 4ETS und Brems-Assistent und bietet damit eine weltweit einzigartige Kombination leistungsfähiger Traktions- und Fahrsicherheitssysteme.
Entwicklung von 1979 bis heute
Als Einstiegsvariante stand 1979 der 2,4-Liter-Vierzylinder-Dieselmotor mit 53 kW (72 PS) zur Verfügung. Eine maximale Geschwindigkeit von 117 km/h war das Resultat. Als beliebteste Variante entpuppte sich aber der 300 GD mit dem aus der Pkw-Produktion bekannten 3-Liter-Reihenfünfzylinder OM617. Die stärkste Variante, der 280 GE, leistete (durch das aufwendige Filtersystem) gedrosselte 115 kW (156 PS). Eine angedachte Variante des 300 GD als 300 GD Turbodiesel wurde nicht mehr realisiert, da die nachfolgende Motorengeneration bereits in den Startlöchern stand. Auf besonderen Kundenwunsch hin wurden aber auch einige Fahrzeuge ab Werk mit dem OM617 A gefertigt. Automatische Getriebe aus den leichten Transporterreihen von Mercedes-Benz standen ab 1981 für den 230 GE, den 280 GE und den 300 GD optional zur Verfügung.
1983 gewann Jacky Ickx mit einem G-Modell die Rallye Paris-Dakar. In den folgenden Jahren wurde immer wieder die Ausstattung erweitert, u.a. bekam das Cabrio ein hochwertigeres Verdeck. Auch der Katalysator war ab 1986 in der G-Klasse verfügbar.
Die neue Baureihe W463 wurde 1990 eingeführt. 1992 löst der W461 den W460 ab. Ein Jahr später wird als Sondermodell der 500 GE mit V8-Motor präsentiert. Gleichzeitig wird analog zu allen Mercedes-Baureihen die Typenbezeichnung umgestellt (z.B. 290 GD zu G 290 D). Im Jahr 2001 wird der Verkauf der Modellreihe 461 eingestellt. Diese wird aber weiterhin für Militär und Kommunen weiterproduziert; 2001 findet eine Abkehr vom „klassischem Allradantrieb mit starr zuschaltbarer Vorderachse hin zum Antrieb des 463er-Modells mit permanentem Allradantrieb statt. Seit 2009 ist der W461 auch wieder für Privatkunden erhältlich, zuerst als limitierter G 280 CDI Edition.Pur, seit 2010 als G-Klasse Professional. Nach und nach werden beim 463er neue Motoren eingeführt. 1999 kommt sogar der erste G als AMG auf den Markt. Der V8-Saugmotor leistet hier 260 kW (354 PS). Auch neue Dieselmotoren mit CDI-Technik werden nun in der G-Klasse angeboten. Die Leistungen stiegen so Anfang des neuen Jahrtausends auf bis zu 184 kW (250 PS) beim dieselbetriebenen G 400 CDI sowie 350 kW (476 PS) beim benzinbetriebenen, ab 2004 aufgeladenen G 55 AMG. In wenigen Exemplaren bot AMG den G 63 mit einem 6,3 Liter-Zwölfzylinder an. Nur etwa 13 Exemplare wurden gebaut, auf Wunsch auch in einer siebensitzigen Langversion.
Ab 2006 standen auch Xenonscheinwerfer in der Aufpreisliste. Aktuell (Stand: 04/2010) sind drei Motoren (G 350 CDI, G 500, G 55 AMG) und drei Karosserieformen (Cabrio, kurze/lange Karosserie) noch im Angebot, wobei der AMG mit mittlerweile 373 kW (507 PS) nur als langes Modell angeboten wird. Der Diesel leistet 165 kW (224 PS), der G 500 mit dem aktuellen 5,5 Liter-V8 285 kW (388 PS). Für die französische Armee montierte Peugeot ab 1981 den P4 VLTT (Voiture Légère Tous Terrains) der ebenfalls auf der Karosserie der G-Klasse basierte, aber den als OHV-Motor konstruierten Indénor-Diesel XD2 (siehe Peugeot 504) sowie Peugeot-Getriebe und -Achsen nutzte.
Konzept und Zielgruppe
Obwohl die anspruchsvollen Ziele längst definiert und die Entwicklungsarbeiten bereits weit fortgeschritten waren, fiel erst 1975 die endgültige Entscheidung für den Serienstart der G-Klasse. Die Grundlage dafür bildete eine zweite Machbarkeitsstudie, die jetzt gute Erfolgsaussichten für dieses Fahrzeugprojekt prognostizierte - vor allem im zivilen Bereich, den die Produktplaner hauptsächlich angepeilt hatten.
Gleichwohl sorgte zunächst die Militärversion dafür, dass die G-Klasse richtig auf Touren kam: So zeigte im Jahre 1975 beispielsweise der Schah von Persien, damals Großaktionär von Daimler-Benz, großes Interesse an einem militärischen Geländewagen „made by Mercedes-Benz“ und orderte 20 000 Fahrzeuge. Bis die Produktion begann, wurde der Auftrag allerdings von der Revolutionsregierung des Iran wieder storniert. Dafür bestellten die Bereitschaftspolizei der Länder und der deutsche Bundesgrenzschutz 400 Exemplare des neuen Geländewagens mit dem Stern. Es folgten weitere Aufträge für das argentinische und das norwegische Militär. Später bestellte unter anderem auch die Schweizer Armee rund 4000 Fahrzeuge. Über die gesamte bisherige Laufzeit gesehen, wurden allerdings weitaus mehr zivile Ausführungen der erfolgreichen Mercedes-Benz G-Klasse gefertigt als Militärversionen.
Erprobung: Erfolg durch Teamgeist
Die Fachleute in Stuttgart, die für Konstruktion und Design sowie für den überwiegenden Teil der Versuchsarbeit verantwortlich waren, stammten aus dem Nutzfahrzeugbereich der wenige Jahre zuvor von Daimler-Benz erworbenen Hanomag-Hen-schel-Gruppe. Ein zweites Team kümmerte sich in Graz vor allem um die Rohbau-konstruktion, die Entwicklung des neuen Verteilergetriebes und den Geländefahrversuch. Das Fahrgestell in Rahmenbauweise mit zwei Starrachsen erwies sich zwar wie erwartet als optimale Grundlage für herausragende Geländeeigenschaften. Nun galt es jedoch, auf Basis dieser überaus robusten Konstruktion auch ein gutes Fahrverhalten auf der Straße zu erzielen, was nach Ansicht vieler Experten ein nahezu unlösbarer Zielkonflikt war. Die Entwickler der G-Klasse bewiesen das Gegenteil, indem sie die Achsen durch Längs- und Querlenker präzise führten sowie Schraubenfedern statt der üblichen Blattfedern und einen Vorderachsstabilisator einsetzten. Schließlich verhalf auch die aufwändige Feinabstimmung von Federung und Dämpfung der G-Klasse zu einem ebenso sicheren wie komfortablen Onroad-Fahrverhal-ten, ohne die exzellenten Geländequalitäten zu schmälern.
Praxistest: Strapazen in Wüste, Gebirge und Schlamm
Für die praktische Erprobung auf der Straße und im Gelände wählten die Ingenieure von Steyr-Daimler-Puch und Mercedes-Benz Teststrecken, die der G-Klasse extreme Leistungsfähigkeit abverlangten. Ein geeignetes Prüffeld fanden sie zum Beispiel in den gigantischen Tagebaugruben des rheinischen Braunkohlereviers zwischen Köln und Aachen. Dort musste der Geländewagen auf Geröll und Sand, in Wasser und Schlamm, auf unbefestigten Steilstrecken und halsbrecherischen, zerklüfteten Abfahrten beweisen, dass er den Mercedes-Stern zu Recht trug.
Gleichzeitig war eine hoch motivierte Test-Mannschaft in rauem alpinen Gelände bei Graz unterwegs. Alleine auf dem Schöckel, dem Hausberg von Steyr-Daimler-Puch, der Geländewagen vor jede nur denkbare Schwierigkeit stellt, legte die G-Klasse in diesen Anfangstagen tausende Kilometer zurück - die meisten notgedrungen in der kurzen Geländeübersetzung. Der Mercedes-Geländewagen war aber auch in abgelegenen Wüstenregionen Nordafrikas, auf den Schotterpisten des Atlasgebirges, bei Korrosionstests auf dem berüchtigten Salzsee „Chottel Djerid“ in der Sahara oder in der extremen Winterkälte nördlich des Polarkreises anzutreffen. Parallel dazu absolvierten die Prototypen Straßentests, bei denen Querbeschleunigung, Verzögerung, Federungs- und Dämpfungskomfort und andere fahrdynamische Eigenschaften von empfindlichen Messgeräten festgehalten und durch erfahrene Testingenieure unter den gleichen strengen Mercedes-Maßstäben beurteilt wurden.
Auf ein Wort -
Josef Schantl, einer der ersten Testfahrer der G-Klasse:
Ich fuhr beispielsweise mit den Prototypen der G-Klasse fünf Wochen Sanderprobung in Tunesien und spulte rund 14 000 Kilometer auf unserer firmeneigenen Geländeteststrecke, dem Schöckel, ab. Dort haben wir die härtesten Bedingungen, die man sich für ein Geländefahrzeug vorstellen kann. Wir erklommen mit großen Felsbrocken übersäte Steigungen von mehr als 100 Prozent und reizten unter Herzklopfen die beachtlich hohe Kippgrenze der G-Klasse aus. Dabei hatten wir während der ganzen Zeit keinerlei technische Probleme. Die Geländegängigkeit war extrem gut. Und das ist sie bis heute. Kein Wunder, dass die G-Klasse einen ganz besonderen Ruf hat.»
Modellpflege: Aufwertung von Technik & Ausstattung
Modellwechsel 1990: permanenter Allrad und mehr Komfort
Zum 10-jährigen Jubiläum präsentierte Mercedes-Benz auf der Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt/Main im September 1989 eine nochmals aufgewertete G-Klasse. Mit komplett überarbeiteter Innenausstattung, komfortabler Rücksitzbank, Innenverkleidung der Karosserie, einer Mittelkonsole, neuer Armaturentafel und Zierleisten in Edelholz, glänzte sie mit neuen Komfortattributen. Die G-Klasse war endgültig gesellschaftsfähig geworden. Das exklusive Jubiläumsmodell 230 GE Classic, das in einer limitierten Auflage von nur 300 Exemplaren erschien, zählt noch heute zu den besonders begehrten Geländewagen.
Zudem verfügte der Geländewagen ab 1990 über einen permanenten Allradantrieb mit vorderer und hinterer Differenzialsperre sowie einem 100-prozentig sperrbaren Mitteldifferenzial. Das Anti-Blockier-System war auf Wunsch lieferbar, und mit dem neuen 300 GE wurde der bislang stärkste „G“ angeboten: 125 kW/170 PS verhalfen dem Geländewagen nun zu in dieser Kategorie bislang ungewohnten Fahrleistungen. Drei Jahre später folgte ein weiterer Höhepunkt in der langen Modellhistorie der G-Klasse: In einer kleinen Sonderserie von nur 500 Fahrzeugen präsentierte sich der erste Achtzylinder 500 GE (177 kW/241 PS). Auf der Internationalen Off-Road-Messe 1996 in München stellte Mercedes-Benz schließlich das Cabrio der G-Klasse mit elektropneumatisch betätigtem Verdeck und elektronisch gesteuertem Fünfgang-getriebe vor. Es folgten noch weitere Aktualisierungen mit viel Liebe zum Detail und großem Fingerspitzengefühl, ohne die traditionellen Merkmale wie die klassisch-kantige Linienführung zu stören und die damit verbundene Exklusivität dieses Autos zu beeinträchtigen.
Chronik: 30 Jahre G-Klasse
Im April entsteht das erste Holzmodell des künftigen Mercedes-Geländewagens.
1974
Der erste fahrbereite Prototyp wird erprobt.
1975
Eine zweite Machbarkeitsstudie bestätigt die Erfolgsaussichten für einen Geländewagen von Mercedes-Benz. Beginn der Bauarbeiten für eine neue Produktionshalle in Graz.
1979
Die G-Klasse wird in Südfrankreich zum ersten Mal der Presse vorgestellt. Produktionsstart am 10. Februar 1979 mit den Modellen 230 G, 240 GD, 280 GE und 300 GD.
1980
Ein geschlossener Kastenwagen mit kurzem oder langem Radstand erweitert das Angebot.
1981
Erste Modellpflege: Optional erhältlich sind für den 280 GE und den 300 GD Automatikgetriebe, Klimaanlage, Längssitzbänke für die Ladefläche, Zusatztanks, Tropendach, Scheinwerferschutzgitter, Seilwinde, ein Hardtop für das Cabrio und der mechanische Nebenabtrieb. Statt fünf stehen jetzt 22 Farbtöne zur Verfügung.
1982
Die Modelle 230 G und 280 GE erhalten eine mechanische Kraftstoffeinspritzung und heißen jetzt 230 GE bzw. 280 GE. Die Leistung des 230 GE steigt auf 92 kW/125 PS. Recaro-Sitze, Zusatzheizung, Breitreifen auf Leichtmetallfelgen und Kotflügelverbreiterung sind auf Wunsch lieferbar.
1983
Den 230 GE gibt es wahlweise mit Viergang-Automatikgetriebe.
Im Rahmen der zweiten Modellpflege werden vier neue Metallic-Farbtöne und ein Fünfganggetriebe angeboten.
Jacky Ickx und Claude Brasseur fahren bei der Rallye Paris–Dakar mit einem 280 GE als Erste durchs Ziel.
1985
Dritte Modellpflege mit serienmäßigen Differenzialsperren, Zentralverriegelung und Drehzahlmesser.
Das Cabrio erhält anstelle der einfachen Plane ein Klappverdeck.
1986
Für den 230 GE ist ein geregelter Katalysator lieferbar.
Im Juli fährt das 50 000. Exemplar der G-Klasse vom Band.
1987
Vierte Modellpflege mit elektrischen Fensterhebern, automatischer Antenne und Doppelrollo für die Kofferraumabdeckung.
Das Fahrgestell-Fahrerhaus mit 3,12 Metern Radstand kommt ins Programm. Neuvorstellung des 250 GD mit 62 kW/84 PS im September. Planungsbeginn für die spätere Modellreihe 463.
1988
Fahrer- und Beifahrersitz werden mit Armlehnen ausgestattet.
1989
Zum 10-jährigen Jubiläum erscheint das Sondermodell 230 GE Classic in limitierter Auflage von 300 Exemplaren.
Präsentation der neuen Modellreihe 463 mit permanentem Allradantrieb, abschaltbarem ABS und Edelholz-Innenausstattung im September auf der IAA in Frankfurt.
1990
Start der Modellreihe 463 im April mit den Varianten 230 GE, 300 GE, 250 GD und 300 GD. Drei Karosserieversionen stehen zur Auswahl. Ende der Produktion des 240 GD und des 300 GD der Modellreihe 460.
1992
Produktion der G-Klasse in Griechenland, die als CKD-Fahrzeug (Completely Knocked Down) in Einzelteilen an den Montageort geliefert wird. Markteinführung der Modellreihe 461 für professionelle Anwender. Der 2,5-Liter-Diesel weicht dem 2,9-Liter-Saugdieselmotor. Im Mai wird der neue 350 GD TURBODIESEL vorgestellt. Erste Modellpflege des Typs 463: Tempomat, Reserveradabdeckung aus Edelstahl, seitliche Trittbretter, Gepäckraumabdeckung und Wurzelnussholz sind auf Wunsch lieferbar. Im Juni wird der 100 000. Geländewagen der G-Klasse produziert.
1993
In der Modellreihe 461 kommt ein Fahrgestell-Fahrerhaus mit 3,40 Metern Radstand ins Programm.
Das Achtzylinder-Sondermodell 500 GE wird präsentiert. Es bietet eine Luxusausstattung und ist auf 500 Exemplare begrenzt. Der V8-Motor leistet 177 kW/241 PS. Neue Nomenklatur: Die Modelle heißen jetzt G 230, G 350 TURBODIESEL.
1994
Zweite Modellpflege der Modellreihe 463 mit innen belüfteten Scheibenbremsen vorn und Fahrerairbag.
Der 155 kW/210 PS starke G 320 löst den bisherigen G 300 ab.
1995
Alle Modelle der G-Klasse werden mit Zentralverriegelung per Fernbedienung und Wegfahrsperre ausgestattet.
1996
Das Cabrio der G-Klasse mit elektropneumatischem Verdeck und der G 300 TURBODIESEL werden neu vorgestellt. Modellpflege und Aufwertung der Serienausstattung durch Scheinwerfer-Reinigungsan-lage, Tempomat und Beifahrerairbag.
1997
In der Modellreihe 463 löst der V6-Motor im G 320 den bisherigen Reihensechszylinder ab. Die elektronisch gesteuerte Fünfgang-Automatik ist im G 320 serienmäßig. Der 290 GD TURBODIESEL mit 88 kW/120 PS ersetzt den 290 GD mit Saugdieselmotor.
1998
Vierte Modellpflege: Neben dem G 320 und dem G 300 TURBODIESEL wird als Spitzenmodell der neue G 500 (218 kW/296 PS) angeboten.
1999
Im März wird das exklusive Sondermodell G 500 Classic vorgestellt. Die Stückzahl ist auf 400 Fahrzeuge limitiert. Das Multifunktions-Lenkrad erweitert die Serienausstattung der G-Klasse. Der G 55 AMG wird präsentiert. Sein V8-Motor leistet 260 kW/354 PS. Der Mercedes-Benz G 500 Guard erscheint in drei verschiedenen Sonderschutzversionen.
2000
Die neuen Modelle des Jahrgangs 2001 werden auf dem Pariser Automobilsalon vorgestellt -- mit neuem Interieur für noch mehr Komfort. Neuer V8-Dieselmotor (184 kW/250 PS) im G 400 CDI. Die V8-Modelle erhalten neue Leichtmetallfelgen, verchromte Kühlermaske, Stoßfänger in Wagenfarbe.
2001
Ab Herbst wird die G-Klasse mit neuen Fahrdynamiksystemen vorgestellt. Dazu zählen ESP®, der Brems-Assistent sowie das Elektronische Traktions-System 4ETS. Markteinführung der G-Klasse in den USA.
2002
Der neue G 270 CDI mit 115 kW/156 PS starkem Fünfzylinder-Dieselmotor erscheint.
2003
Die G-Klasse erhält in die Außenspiegel integrierte Blinker.
2004
Weltpremiere des neuen G 55 AMG mit V8-Kompressormotor und 350 kW/476 PS auf dem Genfer Automobilsalon.
Die G-Klasse feiert ihr 25-jähriges Jubiläum.
2009
Zum 30jährigen Produktionsjubiläum bietet Mercedes 2009 zwei Sondermodelle an: Den G 500 Edition 30 mit hochwertigerer Innenausstattung und exlusivem designo-Leder. Außerdem steht der G 280 CDI Edition 30 PUR in den Preislisten, eine auf dem "neuen" W461 basierende spartanisch ausgerüstete G-Klasse mit dem V6-Turbodiesel OM 642 DELA red. und dem Antriebsstrang des 463ers.
Video über die Entstehung (W460)
aktuelle Marktlage (Stand: 2010 / 2011)
Auch wenn die G-Klasse heute mit Entertainment, feinem Leder, Klima und Thermotronic, Tempomat und sonstigen Spielereien aufwarten kann: Sie bleibt, was sie immer war: Ein perfekter Geländewagen, der seiner Rolle sowohl im harten Gelände, im Gebirge, oder der Wüste - als auch auf der Strasse seiner Rolle mehr als gerecht wird. Auf die nächsten 30 Jahre G-Klasse!



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